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Aktuelles

Wintersemester 2026/27

Thema des Semesters
Der Traum

Das Semester startet am Montag, den 02.11.2026, 19:00-20:30 Uhr mit der Einführungsveranstaltung.

Semesterprogramm

Anmeldeformular

aktualisierter Raum- und Semesterplan (PDF)

Das "Semesterpaket" mit Anschreiben, gedrucktem Programm und Rechnung wird Ihnen wie gewohnt zugeschickt.

Um schnelle Anmeldung wird gebeten.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Semester!



Hamburger Fortbildungsreihe Psychotherapie

Fortbildungsreihe_19

Seit dem Jahr 1986 lädt die »Hamburger Fortbildungsreihe Psychotherapie« Psychotherapeut*innen, Psychoanalytiker* innen, Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen zu regelmäßigen Vorträgen mit Diskussion ein.

Die Vorträge vermitteln den »state of the art« in der psychoanalytisch begründeten Psychotherapie und Psychoanalyse. Tradiertes Wissen und vor allem neu entwickelte Einsichten und theoretische Konzeptualisierungen werden mit den Erfordernissen und Herausforderungen der täglichen Arbeit in Klinik und Praxis, den wissenschaftlichen Entwicklungen und mit allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungen in Beziehung gesetzt.

Die Vorträge finden am Mittwochabend im Semester um 20.30 Uhr im Hörsaal der Augenklinik im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, W 40, Martinistr. 52, 20246 Hamburg statt. Im Anschluss gibt es eine Diskussion.

Die Veranstaltungen sind von der Ärztekammer Hamburg mit jeweils 3 Punkten zertifiziert. Der Eingang zum Hörsaal der Augenklinik befindet sich auf dem Klinikgelände schräg gegenüber der Psychiatrischen Klinik. An der Hauptpforte wird ein Lageplan vorgehalten. Der Fußweg von dort zum Hörsaal beträgt 5 Minuten.

 

Mittwoch, der 27. Januar 2027, 20:30 Uhr

Prof. Dr. phil. Marianne Leuzinger-Bohleber
Krisen und Caring Culture.
Zur traurigen Aktualität des Medea Mythos

Die schamlose Verachtung gegenüber den Schwachen, Hilflosen, Migranten und Flüchtlingen in aktuellen globalen Krisen greift kontinuierlich eines unserer basalen Motivationssysteme an, das caring system. Wie diskutiert und anhand eines Fallbeispiels illustriert wird, sichert das caring system unser Überleben als Spezies. Daher eignet es sich einerseits dazu, Brücken zwischen polarisierten Gruppen zu schlagen. Andererseits erinnert der Medea Mythos daran, dass die Projektion der Zerstörung der Transgenerativität – symbolisiert durch den Kindermord – auf traumatisierte Flüchtlinge und Migranten (wie Medea) so alt ist wie die westliche Zivilisation selbst.

Mittwoch, der 24. Februar 2027, 20:30 Uhr

Dipl.-Psych. Wolfgang Hering
Krisenintervention bei psychotischen Patient:innen in der ambulanten psychotherapeutischen Praxis

In einer Einführung zu psychischen, insbesondere psychotischen Krisen wird die »Zweiseitigkeit« der Krisen als Gefahr und als Chance für eine psychoanalytisch modifizierte Behandlung psychotisch erkrankter Menschen gezeigt. Dazu wird eine Skizze zur Psychogenese und -dynamik der Krankheit herangezogen. Ausführlicher werden Behandlungstechniken für den Umgang mit psychotisch kranken Menschen dargestellt. Anhand zweier Vignetten soll die Arbeit mit Betroffenen in deren akuten Krisen während der Therapiesitzung veranschaulicht werden.

In einer Schlussbetrachtung werden Unterschiede aus beiden Therapien hervorgehoben.

 


Informationsveranstaltung

Wie werde ich Psychotherapeut/in?
(tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie)

Aus-/ Weiterbildung zum/zur

Psychologischen Psychotherapeuten/-in  (letzte Zulassung: Wintersemester 2025/26)   
Fachpsychotherapeuten/-in
ärztlichen Psychotherapeuten/-in:

  • Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Zusatzweiterbildung Psychotherapie

Termin folgt

Ort: Adolf-Ernst-Meyer-Institut für Psychotherapie (AEMI)
Rothenbaumchaussee 71, 1. OG., 20148 Hamburg

Informationen über: Konzept – Programm – Aus-/Weiterbildungsambulanz – Dauer - Kosten – Refinanzierung der Aus- und Weiterbildung – Reform des Psychotherapeutengesetzes – Musterweiterbildungsordnung (WBO-Ärzte 2020; WBO-Fachpsychotherapie 2022)

Hinweis: Wir nehmen letztmalig im Wintersemester 2025/26 in die Ausbildung zu Psychologische*n Psychotherapeut*innen (nach dem Psychotherapeutengesetz von 1998) auf.

Bei Interesse an einer Aus- oder Weiterbildung am Adolf-Ernst-Meyer-Institut für Psychotherapie wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle. Wir geben Ihnen gerne Auskunft. Adolf-Ernst-Meyer-Institut, Rothenbaumchaussee 71,  20148 Hamburg, Tel. 040/41 53 99 06; info@aemi.de.



Psychodynamische Tage auf Langeoog 2027

Die Psychodynamischen Tage auf Langeoog werden von den psychodynamischen und psychoanalytischen Instituten in Hamburg mit getragen.

Die Tagung findet  vom 11. - 21. Mai 2027 statt.

Solidarität!?

Auf den ersten Blick erscheint "Solidarität?!" als gesellschaftspolitisches oder moralisches Thema. Psychodynamisch betrachtet verweist sie jedoch auf Grundsätzliches: auf die Fähigkeit des Menschen, den anderen psychisch zu repräsentieren, einen haltenden Resonanzraum zu schaffen, Ambivalenzen anzunehmen und Verbundenheit trotz Differenz, Konkurrenz und Verletzbarkeit aufrechtzuerhalten.

Sigmund Freud beschrieb in "Das Unbehagen in der Kultur", dass menschliche Gemeinschaften auf libidinösen Bindungen beruhen, jedoch fortwährend durch Aggression, Rivalität und narzisstische Kränkungen destabilisiert werden. Er formulierte den oft zitierten Satz: "Der Nächste ist nicht nur ein möglicher Helfer und Sexualobjekt, sondern auch eine Versuchung, seine Aggression an ihm zu befriedigen." Solidarität ist demnach kein naturgegebener Zustand, sondern eine fragile kulturelle und psychische Anpassungsleistung - Ausdruck von Integration, Symbolisierung und der Fähigkeit, destruktive Impulse zu begrenzen.

Objektbeziehungstheoretisch verstehen wir die Entwicklung von Mitgefühl und Verantwortung als Ergebnis innerer Reifung in Beziehungen. Die relationale Psychoanalyse geht noch einen Schritt weiter. So beschreibt Jessica Benjamin "die Anerkennung des anderen als unabhängiges Zentrum von Erfahrung" als essentiell für die Subjektwerdung im Versuch, Unabhängigkeit und Angewiesensein zu vereinen.  Solidarität setzt demnach voraus, dass der andere weder vereinnahmt noch entwertet werden muss, um das eigene Selbstgefühl zu stabilisieren.

Gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen – Polarisierung, Vereinzelung, soziale Erschöpfung, kollektive Kränkungs- und Gewaltdynamiken – machen deutlich, wie fragil solidarische Strukturen sind. Wo Unsicherheit und Angst zunehmen, erstarken oft Spaltung, Projektion und Entmenschlichung. Psychodynamisches Denken kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem es unbewussten Konflikten und Affektdynamiken nachspürt, diese zu verstehen sucht und Räume für Mentalisierung und Gemeinschaftlichkeit eröffnet.

Die Psychodynamischen Tage 2027 möchten dazu einladen, Solidarität aus klinischer, theoretischer und gesellschaftlicher Perspektive zu reflektieren: Welche inneren Voraussetzungen ermöglichen solidarisches Handeln? Welche psychischen Abwehrbewegungen stehen entgegen? Welche Rolle spielen Institutionen, Gruppen und therapeutische Beziehungen? Wie können wir dazu beitragen, gesellschaftliche Bindungsfähigkeit in Zeiten wachsender Fragmentierung zu stärken?

Wir laden Sie herzlich zu einer lebendigen, inspirierenden und solidaritätsstärkenden Diskussion auf Langeoog ein, unserer Insel der Begegnung!

Ihre
Sönke Arlt und Carola Bindt
Wissenschaftliche Tagungsleitung

 

Eine Anmeldung zu den Psychodynamischen Tagen Langeoog 2027 in Präsenz ist voraussichtlich ab Herbst 2026 möglich. Wenn Sie daran Interesse haben, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an pdt-langeoog@albertinen.de. Wir nehmen Sie dann in die Interessentenliste auf und informieren Sie, sobald eine Anmeldung möglich ist. Den Link zum Programm finden Sie dann auch hier.
Mehr infos unter: https://albertinen-akademie.de/pdt/

 



Erinnerungswerk Hamburger Feuersturm (EHF 1943)

EHF-Erinnerungswerk

Das Erinnerungswerk Hamburger Feuersturm sammelt durch Interviews die Erinnerungen von Zeitzeug/innen der Bombardierung Hamburgs im Juli 1943. Hierzu vermitteln wir ausgebildete Psychotherapeut/innen als Gesprächspartner, bereiten die Aufzeichnungen der Interviews auf und archivieren sie in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, um sie langfristig zu sichern und der Forschung zugänglich zu machen. Das EFH ist ein interdisziplinäres Projekt, das am Adolf-Ernst-Meyer-Institut angesiedelt ist.

Verantwortlich ist Prof. Dr. Ulrich Lamparter.

Nähere Informationen finden Sie hier:

www.ehf-1943.de



Hamburger Psychotherapiewerkstatt (HPW)

EHF-Erinnerungswerk

Die Hamburger Psychotherapiewerkstatt (HPW) ist ein Kooperationsprojekt von AEMI und IVAH (Institut für Verhaltenstherapie-Ausbildung Hamburg) unter der Leitung von PD. Dr. Ulrich Lamparter und Dr. Gerhard Zarbock. Die HPW sammelt und unterstützt Forschungsprojekte im Bereich der Psychotherapie in Hamburg. Ein Ziel der HPW ist der Verfahrensdialog, insbesondere zwischen VT und TP/PA: Was machen denn "die anderen" nun wirklich? Ein erstes Projekt ist eine verfahrensdialogische Ausbildungsevaluation durch Tandem-Interviews der Kandidaten: "Kenne Deinen Nächsten wie Dich selbst". 

Forschungsinteressierte und "Mitmacher" sind herzlich willkommen.

Kontakt: Prof. Dr. Ulrich Lamparter, ulamparter@t-online.de