Information für Masterabsolventen (Psychologie)

Information für Masterabsolventen (Psychologie) über die Aufnahme in die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten am Adolf-Ernst-Meyer-Institut für Psychotherapie

[Stand: 14.09.2016]

Das Formular zur Anmeldung für die Ausbildung hier.

1. Voraussetzungen zur Aufnahme am Institut

Persönliche Eignung

Diese wird festgestellt in zwei Zulassungsinterviews, zu denen wir Sie nach Ihrer Anmeldung einladen. Diese einstündigen Zulassungsinterviews haben nicht den Charakter typischer ‚Bewerbungsgespräche’. Wir möchten etwas über Ihre Motivation erfahren, später psychotherapeutisch tätig zu werden, uns interessiert, warum Sie sich für die Tiefenpsychologie entschieden haben und möchten etwas über Ihre persönliche und berufliche Entwicklung erfahren.

Die Zulassung durch das Institut erfolgt durch den Trägerverein des Adolf-Ernst-Meyer Insti-tut für Psychotherapie, die Arbeitsgemeinschaft Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf e. V. Diese Zulassung bedeutet, dass Sie die Ausbildung am AEMI beginnen können. Über die spätere Zulassung zur Staatsprüfung entscheidet allein die zuständige Behörde. Dabei müssen zunächst die formalen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sein:

Studienvoraussetzungen

Abgeschlossener Hochschulabschluss in Psychologie an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule, welcher das Fach Klinische Psychologie eingeschlossen hat. Bei einem Bachelor/Masterstudium muss die Klinische Psychologie in jedem Fall im Masterstudiengang enthalten sein und dort zumindest mit einer Modulabschlussprüfung belegt sein. Im Bachelorstudiengang kann Klinische Psychologie enthalten sein, muss es aber nicht.

2. Der Zugang zur Ausbildung

Der Zugang zur Ausbildung ist geregelt im Psychotherapeutengesetz (PsychThG) vom 16. Juni 1998, § 5 Abs.2. Als formale Voraussetzung ist dort benannt:

  • eine im Inland an einer Universität oder gleichstehenden Hochschule bestandene Abschlussprüfung im Studiengang Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschließt und gemäß § 15 Abs. 2 Satz 1 des Hochschulrahmengesetzes der Feststellung dient, ob der Student das Ziel des Studiums erreicht hat,
  • ein in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erworbenes gleichwertiges Diplom im Studiengang Psychologie oder
  • ein in einem anderen Staat erfolgreich abgeschlossenes gleichwertiges Hochschulstudium der Psychologie

3. Die zuständige Behörde in Hamburg

Die zuständige Behörde in Hamburg für die Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen ist gegenüber den gemäß § 6 PsychThG anerkannten psychotherapeutischen Ausbildungsstätten:

Behörde für Gesundheit- und Verbraucherschutz (BGV)
Amt für Gesundheit
- Öffentlicher Gesundheitsschutz -
Herr Henning Plagge
Billstraße 80, 20539 Hamburg

Telefon: 040 / 42837 – 3790
Fax: 040 / 4279 – 48512
Email: henning.plagge@bgv.hamburg.de


Landesprüfungsamt für Heilberufe in Hamburg (LPA Hamburg)
Bereich Psychotherapie

http://www.hamburg.de/bgv/psychotherapie/


Nach Auskunft der zuständigen Hamburger Behörde bestehen i. d. R. begründete Aussichten auf ausreichende Studienvoraussetzungen für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten, wenn ein konsekutiver Bachelor/Masterabschluss in Psychologie nachgewiesen wird mit einem ausreichenden Anteil an klinischer Psychologie. Für den Umfang dieses Anteils gibt es aktuell keine verbindlichen Vorgaben, aber mindestens 15 ECTS sollten erreicht werden. Die Klinische Psychologie muss in jedem Fall im Masterstudiengang enthalten sein und dort zumindest mit einer Modulabschlussprüfung belegt sein. Im Bachelorstudiengang kann Klinische Psychologie enthalten sein, muss es aber nicht. Bei der Gleichwertigkeitsbewertung kommt es darauf an, ob die Inhalte des Studiums denen des alten Diplomstudienganges gleichwertig sind. Erforderlich ist allerdings ein universitärer Hochschulabschluss. Fachhochschulabschlüsse werden für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten nicht anerkannt.

Sofern kein Diplomabschluss in Psychologie vorliegt, besteht nur dann Rechtssicherheit, nach der Ausbildung auch zur stattlichen Prüfung zugelassen zu werden, wenn die Behörde eine ausreichende Gleichwertigkeit Ihres Studienabschlusses bescheinigt hat. Die Behörde ist aber erst dann für eine verbindliche Prüfung zuständig, wenn eine Hamburger Ausbildungsstätte gemäß § 6 PsychThG Sie aufgenommen hat.

Von einer ausreichenden Gleichwertigkeit kann aktuell ausgegangen werden, wenn ein Bachelor in Psychologie und anschließend ein Master in Psychologie mit klinischer Psychologie an der Universität Hamburg erworben wurde. Dies gilt ab August 2013 auch für entsprechende Abschlüsse an der Medical School Hamburg (MSH). Nur diese Fälle müssen nicht von der Behörde geprüft werden.

Auch im Ausland erworbene Abschlüsse müssen weiterhin auf ihre Gleichwertigkeit mit dem Diplom in Psychologie geprüft werden. Im Zweifelsfall leitet die Behörde die Anfrage weiter an die ‚Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen’ (ZAB in Bonn). Dabei kann es je nach Fall zu Bearbeitungszeiten von bis zu 4 Monaten kommen. Für orientierende Auskünfte wenden Sie sich im Zweifelsfall bitte an die genannte Behörde.

Wir bedauern, dass es in den verschiedenen Bundesländern eine unterschiedliche Praxis in der Anerkennung von Studienleistungen (etwa der niederländischen Abschlüsse) gibt. Auf diese Praxis haben die Institute keinen Einfluss.

4. Zulassung zur Approbationsprüfung

Bezüglich der Frage einer späteren Zulassung zur Approbationsprüfung erteilt die Behörde aus juristischen Gründen nur eine „Rechtauskunft“ (s. u.). Diese ist kostenpflichtig.

Bitte beachten Sie:

Für die Prüfung stellt die Behörde eine Gebühr in Rechnung. Diese Kosten (je nach Aufwand etwa 100-150 €) werden den betreffenden Ausbildungsinteressenten dann vom Institut in Rechnung gestellt. Sie müssen in jedem Fall vom Ausbildungsinteressenten getragen werden, – unabhängig von der Entscheidung der Behörde.

Das heißt für Sie konkret, dass Sie Kosten haben für:

  • Zulassungsgespräche
  • Semestergebühren
  • Gebühr der Behörde für die Gleichwertigkeitsprüfung der Studienvoraussetzungen im Hinblick auf die spätere Zulassung zur Abschlussprüfung

Wenn die Behörde der Ausbildungsstätte eine positive Rechtsauskunft erteilt hat, gilt die Ausbildung in dem Semester als begonnen, in dem Sie vom Institut aufgenommen worden sind, - auch wenn die Rechtsauskunft der Behörde erst später erteilt wird.

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Hier finden Sie das Schreiben, in dem die zuständige Behörde mitgeteilt hat, wie mit Anfragen zur Zulassung umgegangen wird und welche Unterlagen Sie einreichen müssen, damit die Prüfung erfolgen kann. (Inkl. einer Anlage zum Protokoll der Sitzung der STÄKO vom 16.11.2011.) - Schreiben zur Zulassung, inkl. Protokoll (pdf, 111 kb)